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Wer ist die Memorandum-Gruppe?

In der "Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik" arbeiten Wirtschafts- wissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler sowie Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an der Entwicklung wirtschaftspolitischer Vorschläge und Perspektiven, die sich an der Sicherung sinnvoller Arbeitsplätze, der Verbesserung des Lebensstandards, dem Ausbau des Systems der sozialen Sicherheit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie wirksamer Umweltsicherung in Deutschland orientieren.

Dies schließt die Kritik und Zurückweisung der Vorstellungen und Theorien ein, die Beschäftigung, Einkommen, Sozialleistungen und Umweltschutz den Gewinnen der Privatwirtschaft nach- und unterordnen. Die einseitig kapitalorientierte Position der Unternehmensverbände und der Bundesregierung treten in Deutschland auch deshalb mit besonderer Autorität auf, weil sie von der überwiegenden Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschafltern unterstützt werden. Hierdurch wird der Eindruck verbreitet, zur aktuell betriebenen - in erster Linie auf private Gewinnförderung gerichteten - Wirtschaftspolitik gäbe es aus wissenschaftlichen Gründen keine Alternative.

Dieser einseitigen Beeinflussung der öffentlichen Meinung im Kapitalinteresse setzt die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ihre Kritik und Gegenposition entgegen. Es handelt sich nicht um Sachzwänge, sondern um Interessen der Privatwirtschaft, die hinter der Politik des Sozialabbaus und der Einkommenskürzungen stehen. Hierdurch werden Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit nicht beseitigt sondern vertieft. Zu dieser Politik gibt es vernünftige und realistische Alternativen, die im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer liegen. Sie lassen sich allerdings nicht durch Appelle an die Einsicht der Bundesregierung, sondern nur im Kampf gegen die Interessen der Privatwirtschaft durchsetzen.

Wie hat sich die Memorandum-Gruppe entwickelt?

Die Arbeitsgruppe legte erstmals im November 1975 (kurz nach Verabschiedung des 1. Haushaltsstrukturgesetzes, mit dem der Sozialabbau in der Bundesrepublik eingeleitet wurde) ein "Memorandum für eine wirksame und soziale Wirtschaftspolitik" vor. Seit 1977 wird in jedem Jahr in der Woche vor dem 1. Mai ein weiteres Memorandum für eine alternative Wirtschaftspolitik veröffentlicht. Zusätzlich sind zahlreiche Stellungnahmen zu aktuellen wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Fragen erstellt worden. Mittlerweile gilt das Memorandum vielfach als "Gegengutachten" zum jährlichen Gutachten des "Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" (der "fünf Weisen").

An wen richtet sich die Memoranden?

·   Der Öffentlichkeit soll vermittelt werden, dass die kapitalorientierte Position, die in den Medien vorherrscht, keineswegs unbestreitbare wissenschaftliche Sachautorität für sich beanspruchen kann. Durch die Kritik an diesen Positionen und die Vorstellung von Alternativen soll eine öffentliche wirtschaftspolitische Diskussion erst ermöglicht werden.

· Gleichzeitig soll die faktische Monopolstellung kapitalorientierter Wirtschafts- wissenschaft an den Universitäten herausgefordert und durchbrochen werden, um so überhaupt erst den wirtschaftswissenschaftlichen Theorienstreit auszulösen.

· Die Gewerkschaften sollen in den Grundpositionen wissenschaftlich unterstützt werden, die auf beschäftigungs- und versorgungsorientierter Wirtschaftspolitik als machbarer, im Interesse der Lohn- und Gehaltsabhängigen liegender Alternative zur herrschenden Wirtschaftspolitik bestehen und Strategien zu ihrer Durchsetzung entwickeln.

· Den Wirtschaftspolitikerinnen und -politikern soll die mangelnde sachliche Begründung ihrer - im Übrigen ja auch immer wieder scheiternden - wirtschaftspolitischen Maßnahmen vor Augen geführt werden, sie sollen zu einem politischen Kurswechsel aufgefordert werden.

Wie arbeitet die Memorandum-Gruppe?

1. Tagungen: Die Memorandum-Gruppe tagt in der Regel dreimal im Jahr:

· Im November werden die Grundaussagen und Schwerpunktthemen des Memorandum für das folgende Jahr festgelegt und Arbeitsgruppen für ihre Ausformulierung gebildet.

· Im Februar wird die Rohfassung des Memorandum im Einzelnen durchgearbeitet; das Manuskript wird dann von einer Redaktionsgruppe zur Endfassung verarbeitet. Eine Kurzfassung des Memorandum wird an den Kreis von Unterstützerinnen und Unterstützern sowie potenziellen Sympathisantinnen und Sympathisanten zwecks Kritik und Unterschrift versandt. Ende April wird die Langfassung der Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz vorgestellt.

· Im Juni werden wechselnde Themen von grundsätzlicher Bedeutung diskutiert.

2. Arbeitsgruppen: Neben der kurzfristigen Vorbereitung des jeweiligen Jahresmemorandums gibt es Arbeitsgruppen, die mit längerfristiger Perspektive bestimmte Themenbereiche umfassend aufarbeiten und dann als besondere Schwerpunktthemen in ein Memorandum oder eine Sonderveröffentlichung einbringen.

Wie finanziert sich die Memorandum-Gruppe?

Die Memorandum-Gruppe erhält keinen Cent aus irgendwelchen öffentlichen Mitteln. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Spenden sowie aus den Einnahmen für die jeweiligen Veröffentlichungen. Da die Organisation der Tagungen, der umfangreiche Versand von Materialien, die Bearbeitung von Korrespondenz und vor allem die Vorbereitung der Memorandum-Vorlage nicht nebenbei erledigt werden können, werden diese Aufgaben von einem Mitarbeiter übernommen. Auch seine Finanzierung wird durch Spenden derer gewährleistet, die Kritik der kapitalorientierten Wirtschaftspolitik und die Ausarbeitung beschäftigungs- und sozial orientierter Alternativen für erforderlich halten und unterstützen.

Welche Organisationsstruktur hat die Memorandum-Gruppe?

Es gibt weder eine formelle Mitgliedschaft noch einen formellen Vorstand o. a. An den Tagungen und der Arbeit kann teilnehmen, wer Interesse daran hat und dies durch Bereitschaft zur Mitarbeit zum Ausdruck bringt. Bei den Tagungen sind in der Regel jeweils 40-60 Kolleginnen und Kollegen anwesend. Die Zahl derer, die kontinuierlich mitarbeiten, liegt in etwa in der gleichen Höhe. Was letztendlich wirklich geschieht, hängt ausschließlich von den Initiativen und der Arbeit derer ab, die am Vorankommen der Memorandum-Arbeit interessiert sind.

Memorandum-Gruppe im Internet

Die Memorandum-Gruppe ist auch im Internet vertreten (www.memo.uni-bremen.de). Dort finden sich detaillierte Informationen über alle Publikationen der Gruppe, so z. B. ein Index über alle Themen, die in den Memoranden behandelt wurden und eine Übersicht über ältere MEMO-FORUM-Ausgaben. Darüber hinaus werden aktuelle Veröffentlichungen einzelner Mitglieder sowie Termine und Kooperationspartner aufgeführt.

Europäische Partner

Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik für Europa existiert seit 1995 (EURO-MEMO-Gruppe). Die erste Konferenz, an der Ökonominnen und Ökonomen aus zwölf europäischen Staaten teilgenommen haben, wurde von Vertreterinnen und Vertretern der Memorandum-Gruppe mitorganisiert. Auch die EURO-MEMO-Gruppe verfasst jährlich ein Memorandum, das in Buchform publiziert wird (http://www.euromemo.eu) .

Bankverbindungen der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik:
Axel Troost-Sonderkonto, Postbank Hamburg (BLZ 20010020)
Konto-Nr. 100011203

Für Daueraufträge zur Finanzierung der Mitarbeiterstelle:
Axel Troost-Sonderkonto
Postbank Hamburg (BLZ 20010020) Konto-Nr. 218474201